Allgemeine Geschäftsbedingungen

Gültig für alle Pauschalreisen, die ab dem 01.07.2018 gebucht werden

Gültig für alle Pauschalreisen, die bis zum 30.06.2018 gebucht werden

Sehr geehrte Kunden,
die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam
vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen und Sauerlandgruss
Reisen Josef Heuel GmbH nachstehend „SGR“ abgekürzt,
im Buchungsfall zustande kommenden Reisevertrages.
Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651a
- m BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und die Informationsvorschriften
für Reiseveranstalter gemäß §§ 4 - 11 BGB-InfoV
(Verordnung über Informations- und Nachweispflichten
nach bürgerlichem Recht) und füllen diese aus.
Bitte lesen Sie diese Reisebedingungen vor Ihrer Buchung
sorgfältig durch!

1. Abschluss des Reisevertrages, Verpflichtungen des
Kunden
1.1. Für alle Buchungswege gilt:
a) Grundlage des Angebots von SGR und der Buchung
des Kunden sind die Beschreibung des Pauschalangebots
und die ergänzenden Informationen
in der Buchungsgrundlage soweit diese dem Kunden
bei der Buchung vorliegen.
b) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt
der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot von SGR
vor. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses
neuen Angebots zustande, wenn der Kunde die Annahme
durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung
oder Restzahlung oder die Inanspruchnahme der
Reiseleistungen erklärt.
1.2. Der Kunde haftet für alle vertraglichen Verpflichtungen
von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt,
wie für seine eigenen, soweit er eine entsprechende
Verpflichtung durch ausdrückliche und
gesonderte Erklärung übernommen hat.
1.3. Für mündliche, telefonische oder schriftliche Buchungen
gilt:
a) Mit der Buchung bietet der Kunde SGR den Abschluss
des Reisevertrages verbindlich an. An die Buchung
ist der Kunde 7 Tage gebunden.
b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Buchungsbestätigung
von SGR beim Kunden zustande.
Sie bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich
nach Vertragsschluss wird SGR dem Kunden
eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln. Hierzu
ist SGR nicht verpflichtet, wenn die Buchung
durch den Kunden weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn
erfolgt.
1.4. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr
gilt für den Vertragsabschluss:
a) Dem Kunden wird der Ablauf der Onlinebuchung
im entsprechenden Internetauftritt von SGR erläutert.
b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben,
zur Löschung oder zum Zurücksetzen des gesamten
Onlinebuchungsformulars eine entsprechende Korrekturmöglichkeit
zur Verfügung, deren Nutzung erläutert
wird. Die zur Durchführung der Onlinebuchung
angebotenen Vertragssprachen sind angegeben.
c) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche)
„zahlungspflichtig buchen“ bietet der Kunde SGR
den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. An
dieses Vertragsangebot ist der Kunde 4 Tage ab Absendung
der elektronischen Erklärung gebunden.
d) Dem Kunden wird der Eingang seiner Buchung
unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt.
e) Die Übermittlung der Buchung durch Betätigung
des Buttons „zahlungspflichtig buchen“ begründet
keinen Anspruch des Kunden auf das Zustandekommen
eines Reisevertrages entsprechend seiner Buchungsangaben.
SGR ist vielmehr frei in der Entscheidung,
das Vertragsangebot des Kunden anzunehmen
oder nicht.
f) Der Vertrag kommt durch den Zugang der Reisebestätigung
von SGR beim Kunden zu Stande.
g) Erfolgt die Reisebestätigung sofort nach Vornahme
der Buchung des Kunden durch Betätigung des
Buttons „zahlungspflichtig buchen“ durch entsprechende
unmittelbare Darstellung der Reisebestätigung
am Bildschirm, so kommt der Reisevertrag mit
Zugang und Darstellung dieser Reisebestätigung
beim Kunden am Bildschirm zu Stande, ohne dass es
einer Zwischenmitteilung über den Eingang seiner
Buchung nach f) bedarf. In diesem Fall wird dem
Kunden die Möglichkeit zur Speicherung und zum
Ausdruck der Reisebestätigung angeboten. Die Verbindlichkeit
des Reisevertrages ist jedoch nicht davon
abhängig, dass der Kunde diese Möglichkeiten
zur Speicherung oder zum Ausdruck tatsächlich
nutzt. SGR wird dem Kunden zusätzlich eine Ausfertigung
der Reisebestätigung per E-Mail, E-Mail-Anhang,
Post oder Fax übermitteln
1.5. SGR weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen
Vorschriften (§§ 312 Abs. (2) Ziff. 4, 312g Abs. 2 Satz 1
Ziff. 9 BGB) bei Verträgen über Reiseleistungen nach

§ 651a BGB (Pauschalreiseverträge)), die im Fernabsatz
(Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, EMails,
über Mobilfunkdienst versendete Nachrichten
(SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen
wurden, kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich
die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte,
insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß §
651i BGB (siehe hierzu auch Ziff. 4). Ein Widerrufsrecht
besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen
nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen
geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen
Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss
beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers
geführt worden; im letztgenannten Fall
besteht ein Widerrufsrecht ebenfalls nicht. Der vorstehende
Hinweis gilt auch, soweit mit SGR Unterkunftsleistungen
(z.B. Hotelzimmer) oder Flugleistungen
abgeschlossen werden bei denen SGR nicht
Vermittler, sondern unmittelbarer Vertragspartner
des Kunden/Reisenden ist.
2. Bezahlung
2.1. Nach Vertragsabschluss und nach Aushändigung
des Sicherungsscheines gemäß § 651k BGB wird eine
Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises zur
Zahlung fällig. Die Restzahlung wird 21 Tage vor Reisebeginn
zur Zahlung fällig, sofern der Sicherungsschein
übergeben ist und die Reise nicht mehr aus
dem in Ziffer 6 genannten Grund abgesagt werden
kann.
2.2. Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden,
schließt sie keine Übernachtung ein und übersteigt
der Reisepreis pro Kunden € 75,- nicht, so werden
Anzahlung und Restzahlung mit Vertragsschluss ohne
Aushändigung eines Sicherungsscheines zahlungsfällig.
2.3. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die
Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten
Zahlungsfälligkeiten, obwohl SGR zur ordnungsgemäßen
Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit
und in der Lage ist und kein gesetzliches oder
vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden
besteht, so ist SGR berechtigt, nach Mahnung mit
Fristsetzung vom Reisevertrag zurückzutreten und
den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 4 zu
belasten.
3. Preiserhöhung
3.1. SGR behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten
Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten
oder der Abgaben für bestimmte Leistungen
wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung
der für die betreffende Reise geltenden
Wechselkurse entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen
zu ändern:
3.2. Eine Erhöhung des Reisepreises ist nur zulässig, sofern
zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten
Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die
zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsabschluss
noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss
für SGR nicht vorhersehbar waren.
3.3. Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages
bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die
Treibstoffkosten, so kann SGR den Reisepreis nach
Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:
a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung
kann SGR vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
b) Anderenfalls werden die vom Beförderungsunternehmen
pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen
Beförderungskosten durch die Zahl der
Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt.
Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für
den Einzelplatz kann SGR vom Kunden verlangen.
3.4. Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden
Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren
gegenüber SGR erhöht, so kann der Reisepreis
um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt
werden.
3.5. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss
des Reisevertrages kann der Reisepreis in
dem Umfange erhöht werden, in dem sich die Reise
dadurch für SGR verteuert hat.
3.6. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises
hat SGR den Kunden unverzüglich nach
Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren.
Preiserhöhungen sind nur bis zum 21. Tag vor Reisebeginn
eingehend beim Kunden zulässig. Bei Preiserhöhungen
von mehr als 5 % ist der Kunde berechtigt,
ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten
oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen
Reise zu verlangen, wenn SGR in der Lage
ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden
aus ihrem Angebot anzubieten. Der Kunde hat die

zuvor genannten Rechte unverzüglich nach der Mitteilung
von SGR über die Preiserhöhung gegenüber
SGR geltend zu machen.
4. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn/Stornokosten
4.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der
Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist gegenüber SGR
unter der nachfolgend angegebenen Anschrift zu erklären.
Falls die Reise über einen Reisevermittler gebucht
wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber
erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen,
den Rücktritt schriftlich zu erklären.
4.2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er
die Reise nicht an, so verliert SGR den Anspruch auf
den Reisepreis. Stattdessen kann SGR, soweit der
Rücktritt nicht von ihr zu vertreten ist oder ein Fall
höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entschädigung
für die bis zum Rücktritt getroffenen
Reisevorkehrungen und ihre Aufwendungen in Abhängigkeit
von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.
4.3. SGR hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt,
d. h. unter Berücksichtigung der Nähe des
Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten
Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis
zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung
der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen
und gewöhnlich mögliche anderweitige
Verwendungen der Reiseleistungen berücksichtigt.
Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs
der Rücktrittserklärung des Kunden wie folgt
berechnet:
Busreisen
bis 28 Tage vor Reiseantritt 10 %
ab 27. Tag bis 21. Tag vor Reiseantritt 20 %
ab 20. Tag bis 15. Tag vor Reiseantritt 40 %
ab 14. Tag bis 7. Tag vor Reiseantritt 50 %
ab 6. Tag vor Reiseantritt oder bei
Nichterscheinen 60 %
Bei Tagesfahrten ist der Rücktritt bis 15 Tage vor Reiseantritt
kostenlos, danach gelten die Gebühren wie
aufgeführt.
Flugpauschalreisen
bis 30 Tage vor Reiseantritt 20 %
ab 29. bis 22. Tag vor Reiseantritt 25 %
ab 21. Tag bis 15. Tag vor Reiseantritt 35 %
ab 14. Tag bis 7. Tag vor Reiseantritt 55 %
ab 6. Tag bis 1. Tag vor Reiseantritt 65 %
bei Nichterscheinen 80 %
See- und Flusskreuzfahrten
bis 30 Tage vor Reiseantritt 20 %
ab 29. bis 22. Tag vor Reiseantritt 35 %
ab 21. Tag bis 15. Tag vor Reiseantritt 55 %
ab 14. Tag bis 7. Tag vor Reiseantritt 70 %
ab 6. Tag vor Reiseantritt
oder bei Nichterscheinen 80 %
4.4. Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen,
SGR nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein
oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden
ist, als die von ihr geforderte Pauschale.
4.5. SGR behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen
eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern,
soweit SGR nachweist, dass SGR wesentlich
höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare
Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist SGR
verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung
der ersparten Aufwendungen und einer
etwaigen anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen
konkret zu beziffern und zu belegen.
4.6. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651 b
BGB einen Ersatzteilnehmer zu stellen, bleibt durch
die vorstehenden Bedingungen unberührt.
4.7. Dem Kunden wird der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung
sowie einer Versicherung
zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder
Krankheit dringend empfohlen.
5. Umbuchungen
5.1. Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss
auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des
Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft,
der Beförderungsart oder des Zustieg- oder
Ausstiegsorts bei Busreisen (Umbuchung) besteht
nicht. Ist eine Umbuchung möglich und wird auf
Wunsch des Kunden dennoch vorgenommen, kann
SGR bis zu dem bei den Rücktrittskosten genannten
Zeitpunkt der zweiten Stornierungsstufe ein Umbuchungsentgelt
von € 25,- pro vom Kunden pro von
der Umbuchung betroffenen Reisenden erheben.
5.2. Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf
der Fristen erfolgen, können, sofern ihre Durchführung
überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom
Reisevertrag gemäß Ziffer 4.2 bis 4.5 zu den dort
festgelegten Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung
durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei
Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

6. Rücktritt von SGR wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl
6.1. SGR kann bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl
nach Maßgabe folgender Regelungen zurücktreten:
a) Die Mindestteilnehmerzahl und der späteste Zeitpunkt
des Rücktritts durch SGR müssen in der konkreten
Reiseausschreibung oder, bei einheitlichen
Regelungen für alle Reisen oder bestimmte Arten
von Reisen, in einem allgemeinen Kataloghinweis
oder einer allgemeinen Leistungsbeschreibung angegeben
sein.
b) SGR hat die Mindestteilnehmerzahl und die späteste
Rücktrittsfrist in der Reisebestätigung anzugeben
oder dort auf die entsprechenden Prospektangaben
zu verweisen.
c) SGR ist verpflichtet, dem Reisenden gegenüber
die Absage der Reise unverzüglich zu erklären, wenn
feststeht, dass die Reise wegen Nichterreichen der
Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt wird.
d) Ein Rücktritt von SGR später als 14 Tage vor Reisebeginn
ist unzulässig.
6.2. Der Kunde kann bei einer Absage die Teilnahme an
einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen,
wenn SGR in der Lage ist, eine solche Reise
ohne Mehrpreis für den Kunden aus ihrem Angebot
anzubieten. Der Kunde hat dieses Recht unverzüglich
nach der Erklärung über die Absage der Reise
durch SGR dieser gegenüber geltend zu machen.
6.3. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt,
erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen
unverzüglich zurück.
7. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen
7.1. SGR kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer
Frist kündigen, wenn der Kunde ungeachtet einer
Abmahnung von SGR nachhaltig stört oder wenn er
sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass die
sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt
ist.
7.2. Kündigt SGR, so behält sie den Anspruch auf den
Reisepreis; sie muss sich jedoch den Wert der ersparten
Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen
lassen, die sie aus einer anderweitigen Verwendung
der nicht in Anspruch genommenen Leistung
erlangt, einschließlich der ihr von den Leistungsträgern
gutgebrachten Beträge.
8. Obliegenheiten des Kunden/Reisenden
8.1. Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung
zur Mängelanzeige ist bei Reisen mit SGR wie
folgt konkretisiert:
a) Der Reisende ist verpflichtet, auftretende Mängel
unverzüglich der örtlichen Vertretung von SGR (Reiseleitung,
Agentur) anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen.
b) Über die Person, die Erreichbarkeit und die Kommunikationsdaten
der Vertretung von SGR wird der
Reisende spätestens mit Übersendung der Reiseunterlagen
informiert.
c) Ist nach den vertraglichen Vereinbarungen eine
örtliche Vertretung oder Reiseleitung nicht geschuldet,
so ist der Reisende verpflichtet, Mängel unverzüglich
direkt gegenüber SGR unter der nachstehend
angegebenen Anschrift anzuzeigen.
d) Ansprüche des Reisenden entfallen nur dann
nicht, wenn die dem Reisenden obliegende Rüge unverschuldet
unterbleibt.
8.2. Reiseleiter, Agenturen und Mitarbeiter von Leistungsträgern
sind nicht befugt und von SGR nicht
bevollmächtigt, Mängel zu bestätigen oder Ansprüche
gegen SGR anzuerkennen.
8.3. Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich
beeinträchtigt, so kann der Kunde/Reisende den Vertrag
kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge
eines solchen Mangels aus wichtigem, SGR erkennbarem
Grund nicht zuzumuten ist. Die Kündigung
ist erst zulässig, wenn SGR oder, soweit vorhanden
und vertraglich als Ansprechpartner vereinbart,
ihre Beauftragten (Reiseleitung, Agentur), eine
ihnen vom Kunden/Reisenden bestimmte angemessene
Frist haben verstreichen lassen, ohne Abhilfe zu
leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht,
wenn die Abhilfe unmöglich ist oder von SGR oder
ihren Beauftragten verweigert wird oder wenn die
sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes
Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.
8.4. Bei Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung
sind Schäden oder Zustellungsverzögerungen bei
Flugreisen vom Reisenden unverzüglich an Ort und
Stelle mittels Schadensanzeige der zuständigen
Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften
können die Erstattungen ablehnen, wenn die Schadensanzeige
nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige
ist bei Gepäckverlust und Gepäckbeschädigung
binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb
21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten. Im

Übrigen ist der Verlust, die Beschädigung oder die
Fehlleitung von Reisegepäck der von SGR angegebenen
Stelle (siehe oben Ziffer 8.1b) und c)) anzuzeigen.
8.5. Der Kunde hat SGR zu informieren, wenn er die erforderlichen
Reiseunterlagen (z.B. Flugschein, Hotelgutscheine)
innerhalb der ihm von SGR mitgeteilten
Frist nicht oder nicht vollständig erhält.
9. Beschränkung der Haftung
9.1. Die vertragliche Haftung von SGR für Schäden, die
nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers
oder der Gesundheit resultieren, ist auf den dreifachen
Reisepreis beschränkt,
a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich
noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
b) soweit SGR für einen dem Reisenden entstehenden
Schaden allein wegen eines Verschuldens eines
Leistungsträgers verantwortlich ist.
Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche
nach dem Montrealer Übereinkommen bzw. dem
Luftverkehrsgesetz bleiben von dieser Haftungsbeschränkung
unberührt.
9.2. SGR haftet nicht für Leistungsstörungen, Personenund
Sachschäden im Zusammenhang mit
Leis¬tungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt
werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen,
Theaterbesuche, Ausstellungen, Beförderungsleistungen
von und zum ausgeschriebenen Ausgangs-
und Zielort), wenn diese Leistungen in der
Reiseausschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich
und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners
als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet
werden, dass sie für den Kunden/Reisenden
erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen
von SGR sind. SGR haftet jedoch für Leistungen,
welche die Beförderung des Kunden/Reisenden vom
ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen
Zielort, Zwischenbeförderungen
während der Reise und die Unterbringung während
der Reise beinhalten, und/oder wenn und insoweit
für einen Schaden des Kunden/Reisenden die Verletzung
von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten
von SGR ursächlich geworden ist. Eine etwaige
Haftung von SGR aus der Verletzung von Vermittlerpflichten
bleibt durch die vorstehenden Bestimmungen
unberührt.
10. Geltendmachung von Ansprüchen, Adressat, Ausschlussfristen,
Information über Verbraucherstreitbeilegung
10.1. Ansprüche nach den §§651c bis f BGB hat der Kunde/
Reisende innerhalb eines Monats nach dem vertraglich
vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der
Reise geltend zu machen. Die Frist beginnt mit dem
Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt.
Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen
am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen
Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an die Stelle
eines solchen Tages der nächste Werktag.
10.2. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber
SGR unter der nachfolgend angegebenen Anschrift
erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Kunde
Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne
Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert
worden ist.
10.3. Die Frist nach Ziff. 10.1 gilt auch für die Anmeldung
von Gepäckschäden oder Zustellungsverzögerungen
beim Gepäck im Zusammenhang mit Flügen gemäß
Ziffer 8.4., wenn Gewährleistungsrechte aus den §§
651 c Abs. 3, 651 d, 651 e Abs. 3 und 4 BGB geltend
gemacht werden. Ein Schadensersatzanspruch wegen
Gepäckbeschädigung ist binnen 7 Tagen, einen
Schadensersatzanspruch wegen Gepäckverspätung
binnen 21 Tagen nach Aushändigung geltend zu machen.
10.4. SGR nimmt nicht an einer freiwilligen Streitbeilegung
gemäß Verbraucherstreitbeilegungsgesetz teil.
SGR weist für alle Reiseverträge, die nach Ziffer 1.4
im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wurden,
ab dem 15.02.2016 auf die europäische Online-
Streitbeilegungs-Plattform http://ec.europa.eu/consumers/
odr/ hin.
11. Verjährung
11.1. Ansprüche des Kunden/Reisenden nach den §§ 651c
bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers
oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen
oder fahrlässigen Pflichtverletzung von SGR oder eines
gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen
von SGR beruhen, verjähren in zwei Jahren. Dies gilt
auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden,
die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen
Pflichtverletzung von SGR oder eines gesetzlichen
Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von SGR beruhen.
11.2. Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB
verjähren in einem Jahr.

11.3. Die Verjährung nach Ziffer 11.1 und 11.2 beginnt mit
dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes
folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag,
einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen
Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an
die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.
11.4. Schweben zwischen dem Kunden/Reisenden und
SGR Verhandlungen über den Anspruch oder die den
Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung
gehemmt, bis der Kunde/Reisende oder SGR
die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die
Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem
Ende der Hemmung ein.
12. Informationspflichten über die Identität des ausführenden
Luftfahrtunternehmens
12.1. SGR informiert den Kunden bei Buchung entsprechend
der EU-Verordnung zur Unterrichtung von
Fluggästen über die Identität des ausführenden
Luftfahrtunternehmens vor oder spätestens bei der
Buchung über die Identität der ausführenden
Fluggesellschaft(en) bezüglich sämtlicher im Rahmen
der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen.
12.2. Steht/stehen bei der Buchung die ausführende
Fluggesellschaft(en) noch nicht fest, so ist SGR verpflichtet,
dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die
Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich
den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald SGR
weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt,
wird SGR den Kunden informieren.
12.3. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft
genannte Fluggesellschaft, wird SGR den
Kunden unverzüglich und so rasch dies mit angemessenen
Mitteln möglich ist, über den Wechsel informieren.
12.4. Die entsprechend der EG-Verordnung erstellte
„Black List“ (Fluggesellschaften, denen die Nutzung
des Luftraumes über den Mitgliedstaaten untersagt
ist.), ist auf den Internet-Seiten von SGR oder direkt
über http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/
air-ban/index_de.htm abrufbar und in den Geschäftsräumen
von SGR einzusehen.
13. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
13.1. SGR wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen
Union, in dem die Reise angeboten wird,
über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
vor Vertragsabschluss sowie über
deren evtl. Ände¬rungen vor Reiseantritt unterrichten.
Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige
Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen,
dass keine Besonderheiten in der Person
des Reisenden und eventueller Mitreisender (z.B.
Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.
13.2. Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und
Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente,
eventuell erforderliche Impfungen sowie das
Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile,
die aus der Nicht¬beachtung dieser Vorschriften
erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten,
gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn
SGR nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.
13.3. SGR haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und
den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische
Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der
Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass SGR eigene
Pflichten schuldhaft verletzt hat.
14. Rechtswahl- und Gerichtsstandsvereinbarung
14.1. Für Kunden/Reisende, die nicht Angehörige eines
Mitgliedstaats der Europäischen Union oder Schweizer
Staatsbürger sind, wird für das gesamte Rechtsund
Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden/Reisenden
und SGR die ausschließliche Geltung des
deutschen Rechts vereinbart. Solche Kunden/Reisende
können SGR ausschließlich an deren Sitz verklagen.
14.2. Für Klagen von SGR gegen Kunden bzw. Vertragspartner
des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische
Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder
Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen
Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren
Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt
der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als
Gerichtsstand der Sitz von SGR vereinbart.

Reiseveranstalter ist:
Sauerlandgruss Reisen Josef Heuel GmbH
GF Christoph Heuel, Stefan Heuel
Industriestr. 2, 57489 Drolshagen
Tel: (0 27 63) 809 - 200; Fax: (0 27 63) 809 - 293
E-Mail: info@sauerlandgruss.de
www.sauerlandgruss.de
Amtsgericht Siegen, HRB 6774
Stand dieser Fassung: Februar 2016